Am 25.3. erzählte Frau Esther Dürnberger vom Verein Lila Winkel den Schülerinnen und Schülern der 4a und 4b der Mittelschule Hainfeld vom Leben der Hermine Liska: „Mädchenjahre unter dem NS Regime“.
Hermines Eltern waren Zeugen Jehovas und lehnten aus religiösen Gründen jegliche Unterstützung des nationalsozialistischen Systems ab und setzten sich damit der Verfolgung aus.
Die Schülerinnen und Schüler waren tief betroffen von der Geschichte des Mädchens, das sich sowohl weigerte die Uniform der Hitlerjugend anzuziehen, als auch nationalsozialistisch konform zu grüßen und in der Folge von den Eltern getrennt zur Umerziehung von Kärtnen nach München gebracht wurde.
Hermine Liska erzählte früher im Rahmen des Zeitzeugenprogrammes ihre Lebensgeschichte persönlich an Schulen in ganz Österreich. Nach ihrem Tod wird das Gedenken durch Referentinnen wie Frau Dürnberger bewahrt.
Mit Originalfotos und Kurzfilmen, in denen Frau Liska ihre Erfahrungen schildert, wird an einem konkreten Beispiel gezeigt, wie wichtig Zivilcourage und Gewissensfreiheit sind. Frau Dürnberger spannte dann auch den Bogen in die Gegenwart und regte die Kinder an, über Ausgrenzung, Mobbing und die Gefühle der Betroffenen zu reflektieren.
Erinnerung schafft historisches Bewusstsein und soll ethisches Handeln, Zivilcourage und die Bereitschaft, Verantwortung für eine offene und humane Gesellschaft zu übernehmen, fördern.
Fotos: Raffaela Schmaus / NÖMS Hainfeld


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